Unzertrennlich

Unzertrennlich
Wie wirkt sich das Zusammenleben mit einem schwer erkrankten oder behinderten Kind in der Familie auf die gesunden Geschwistern aus?

Eymen, Eray, Gustaf, Max und Svea sind grundverschieden: Vom Alter, ihrem sozialen Umfeld, ihrem Glauben und ihren Interessen. Was sie gemeinsam haben, ist eine besondere Stellung innerhalb ihres Familiengefüges. Sie sind, was man im Jargon der Psychologie oft „Schattenkinder“ nennt. Als Geschwister von chronisch oder lebensverkürzt erkrankten oder behinderten Kindern müssen sie sich bereits deutlich früher als ihre Altersgenossen mit Themen wie Verantwortung, Verzicht und Verlust auseinandersetzen. Ihre Realität unterscheidet sich grundlegend von der anderer Kinder und Jugendlicher in Deutschland.

Leise beobachtend und mit großem Respekt vor allen Familienmitgliedern nähert sich der Film den unterschiedlichen Lebensrealitäten der Geschwisterkinder an und führt in ihren Alltag ein. Ein Alltag, der den meisten Menschen verborgen bleibt, selbst wenn ca. 4 Millionen Menschen im Land einen Bruder oder eine Schwester haben, die chronisch oder lebensverkürzt erkrankt oder behindert ist. Der Rückzug der betroffenen Familien ins Private sowie die gesellschaftliche Verdrängung und Tabuisierung von Krankheit und Tod – ganz speziell wenn es um Kinder geht – tragen ihren Teil dazu bei, dass die Lebenserfahrungen, die Probleme, aber auch die besonderen Kompetenzen der „Schattenkinder“ noch immer kaum öffentlich wahrgenommen werden.

35. Kassler Dokfest
Dokumentarfilm
90 Minuten
Regie
Frauke Lodders
Drehbuch
Frauke Lodders
Produktion
Matthias Greving
Mike Beilfuß
Producer
Janina Sara Hennemann
Verleih
mindjazz pictures UG
Förderung
nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH
HessenFilm und Medien GmbH
Deutscher Filmförderfonds