Regisseur Till Harms begleitet die unermüdlichen Vogelfreunde auf ihrer Mission – in stiller, strikt beobachtender, eindringlicher Manier.
Nur noch wenige hundert Exemplare des Löffelstrandläufers leben auf der Erde. Habitatverlust, Umweltverschmutzung und Wilderei haben den Bestand der Vogelart drastisch reduziert. Als wäre das nicht an sich schon schlimm genug, verläuft die Flugroute des spatzengroßen Watvogels mit dem sonderbaren Löffelschnabel von Russland über Nordkorea und China bis nach Myanmar – mitten durch die Krisenregionen des letzten Jahrzehnts.
Die Arbeit der Task Force wird unversehens zu einer politischen Herausforderung und einem diplomatischen Balanceakt zwischen Russen, Deutschen, Chinesen, Engländern und weiteren Mitgliedern des Flyway. Während ein ambitionierter Zuchtversuch in England zu scheitern droht, erreicht der Spoon-billed Sandpiper in China ungeahnte Popularität: Von seinen Fans liebevoll „Spoonie" genannt, wird er zum Poster-Boy einer erwachenden chinesischen Umweltbewegung.
Doch während seine Bekanntheit ständig wächst, nimmt die Zahl der real existierenden Vögel trotz weltweiter Bemühungen weiterhin dramatisch ab. So spiegelt sich in der Tragikkomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedrohte Vielfalt in einer zerbrechlich gewordenen Welt.
Saving Spoonie wurde von einer Nominierungsjury aus über 100 Einreichungen für den Deutschen NaturfilmPreis 2026 ausgewählt und wird im Rahmen des Darßer NaturfilmFestivals präsentiert. Die Preisverleihung findet am 10. Oktober 2026 in Wieck statt.
Saving Spoonie ist ab dem 25. Juni 2026 bundesweit im Kino. Der Film läuft im Verleih von Real Fiction Filme, gefördert von nordmedia und der Filmförderung Hamburg. Regie: Till Harms