Als wäre das nicht schlimm genug, verläuft die Flugroute des spatzengroßen Watvogels mit dem sonderbaren Löffelschnabel von Russland über Nordkorea, China bis nach Myanmar und führt somit durch diverse Krisenregionen der letzten Jahre. Die Arbeit der „Spoon-billed Sandpiper Task Force“ wird unversehens zu einer politischen Herausforderung und einem diplomatischen Balanceakt zwischen Russen, Deutschen, Chinesen und Engländern.
Während ein ambitionierter Zuchtversuch in England zu scheitern droht, erreicht der Spoon-billed Sandpiper in China ungeahnte Popularität. Von seine Fans liebevoll als „Spoonie“ bezeichnet, wird er zum Poster-Boy einer erwachenden chinesischen Umweltbewegung. Doch während seine Bekanntheit ständig wächst, nimmt die Zahl der real existierenden Vögel weiterhin ab.
So diskutieren die Vogelliebhaber ob es auf der Welt noch ein, zwei oder wie Optimisten meinen, 300 brütende Paare gibt.
Und so spiegelt sich in der Tragikkomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedrohte Vielfalt in einer zerbrechlich gewordenen Welt.